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Was brauchen wir, damit Arbeiten in Wiesbaden attraktiv ist und bleibt?

Wiesbaden soll auch in Zukunft ein attraktiver Arbeitsstandort bleiben – für Arbeitnehmer und Arbeitgeber.

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Wie wollen wir zukünftig in Wiesbaden wohnen und leben?

Häuser in der Taunusstraße

Grün, gesund, vielfältig… Was ist Ihnen wichtig, wenn Sie Ihr Leben in Wiesbaden im Jahr 2030+ denken? In welche Richtung soll Wiesbaden sich entwickeln, wenn es um Wohnen geht? Was braucht es für ein attraktives Wiesbaden mit hoher Lebensqualität? 

Lesen Sie dazu auch den aktuellen Entwurf der Qualitätsziele für die Stadtentwicklung.

Kommentare

Mir fehlt eine Aussrichtung spezifisch auf bezahlbaren Wohnraum.
Im Entwurf werden hin und wieder die Wörter "Sozial" und "Vielfalt" verwendet.
Was diese genau beinhalten, wird nicht geklärt.
Nach einem Jahr Arbeitslosigkeit landet man ALG2-Bezug.
Dann nur die Miete bis zu einer bestimmten Grenze dauerhaft übernommen.
Ich finde es unzumutbar, das man sich bei Arbeitslosigkeit eine neue Bleibe suchen muss, die es nicht gibt.
Auch wenn man Arbeit hat und eine günstige Wohnung sucht, (die zur Not auch vom Amt bezahlt würde), findet man keine!
Genauso sieht es auf lange sicht düster für die künftigen Rentnergenarationen aus.
Die Rente wurde so gekürzt, das wir in großes Problem mit Altersarmut bekommen werden.
Wie sollen diese Menschen ihre Mieten bezahlen?

Wie kann man dauerhaft die Mieten in Wiesbaden runterschrauben, damit dies hier wirklich eine Stadt für alle ist!

Stimme voll zu, das ist dringend! Hier entsteht ein riesiges soziales Problem. Der Wohnungsmarkt muss reguliert werden. Die Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentum muss gestoppt werden.

Dem kann ich nur zustimmen. Das Thema Wohnungsbauförderung ist in Wiesbaden zu lange vernachlässigt worden. Die Mieten sind aufgrund der Nachfrage in den letzten Jahren so rasant gestiegen, dass Preise von 10€/qm schon als günstig gelten.
Dies hat direkte Folgen auf Beschäftigte im Niedriglohnsektor. Beschäftigte in diesem Bereich haben es schwer, ein Leben in großen Teilen von Wiesbaden zu führen.

Eine Förderung des Wohnungsbaus hätte auch den Vorteil, dass Wiesbaden für dringend benötigte Fachkräfte in Berufen, in denen man aufgrund geringer Endgeltgruppeneinstufungen nur geringe Löhne zahlen kann aufgrund subventionierter Wohnungen dennoch attraktive Angebote machen kann, hier tätig zu werden.

Soll Wiesbaden wachsen?
Die Grundlagen für eine Diskussion über die Ziele der Stadtentwicklung in Wiesbaden sind hervorragend aufgearbeitet:
Die sog. Megatrends sind als kaum beeinflussbare Rahmenbedingungen jeder Stadtentwicklung richtig beschrieben. Bleibt eine Verständigung über die Qualitätsziele als Leitlinien für städtebauliche Planungen und die Abstimmung über sich widersprechender Qualitätsziele untereinander. Das erfordert Kompromisse, aber auch Grundsatzentscheidungen.
Die Erhaltung einer „grünen“ Stadt steht zunächst im Widerspruch zu einer Ausweitung von Siedlungsflächen und den damit verbundenen Verkehrswegen. Die Stadt der kurzen Wege ist nicht sofort machbar. Eine höhere bauliche Verdichtung lässt sich nicht überall herstellen. Deshalb stößt eine zunehmende Verstädterung der Siedlungsräume im Ballungsgebiet gerade bei seinen Einwohnern häufig auf Ablehnung. Jeder möchte eben am liebsten vorne am Kudamm und hinten an der Ostsee leben, was aber für die meisten in der Wirklichkeit nur selten möglich ist.
Dennoch steht die Stadtgesellschaft am Beginn des Entwicklungsprozesses zur Definition der Leitlinien der Stadtentwicklung vor der Beantwortung einer wesentlichen Grundsatzfrage: Will die Stadt überhaupt wachsen oder will sie sich in Schönheit einigeln? Ist Wachstum in der Metropolregion alternativlos oder kann sich Wiesbaden aus der Entwicklung ausklinken? Und wenn Wachstum zugelassen werden soll, wo liegen die Grenzen des Wachstums?
Die Beantwortung dieser Fragen hängt wie so häufig vom Standpunkt des Betrachters ab: Wer schon die Vorzüge einer grünen Umgebung oder eines sicheren Arbeitsplatzes genießt, will sie für sich absichern; Wachstum würde seine Idylle nur stören. Wer die vielfältigen Vorzüge einer Metropolregion als Zuwanderer aber erst für sich nutzbar machen muss, hat am Anfang meistens bescheidenere Ansprüche an seine Umgebung. Aber auch diejenigen, deren Arbeitsplatz und Wohnort in der Region weit auseinanderliegen, wünschen sich eine Stadt der kurzen Wege, die sich im Ballungsraum nur durch zunehmende Verdichtung erreichen lässt. Und alles ist natürlich eine Frage des Preises, der Wertsteigerung und des Wertverlusts von Immobilien. Nicht alle diese Wünsche lassen sich gleichzeitig für jeden optimal erfüllen – eine Verständigung über erreichbare Ziele ist deshalb gefragt. Die Bereitschaft, Kompromisse einzugehen, ist dabei notwendig.
Aber am Anfang muss eine Grundsatzentscheidung getroffen werden: Wachstum ja oder nein? Die Stadtgesellschaft muss wissen, worauf sie sich einlässt.
Wachstum ist nicht alternativlos: Auch in der Metropolregion gibt es Gemeinden, die nicht wachsen wollen. Sie stellen einfach keine Flächen für Wachstum zur Verfügung. Das bleibt in einer Großstadt nicht folgenlos: Da der Vorrat an Flächen endlich ist, entscheidet im Zweifel der Grundstücksmarkt darüber, wer in der stagnierenden Stadt noch wohnen und arbeiten darf. Wer die steigenden Preise des knappen Flächenangebots bezahlen kann, gönnt sich ein teures Domizil möglichst in der Nähe seines Arbeitsplatzes und legt die kurze Entfernung dorthin mit dem Fahrrad zurück. Wer sich diesen Wunsch wegen seines niedrigen Einkommens nicht erfüllen kann, für den muss die Stadt eine billige Unterkunft bereitstellen oder seine höheren Wohnungskosten übernehmen. Und der Rest weicht ins Umland aus und trägt dort zur Verstädterung der Umgebung bei. Übrig bleibt die gespaltene Stadt, eine Stadt der Armen und der Reichen, aber keine vielfältige Stadt. Wer hat dabei gewonnen? Verloren hat die europäische Stadt, so wie sie über Jahrhunderte gewachsen ist und wie wir sie kennen und lieben.
Wachstum ist nicht zum Nulltarif zu haben. Eine Stadt im Wandel kostet Ressourcen, Geld für die Herstellung der Infrastrukturen und von allen viele Zugeständnisse. Nur eine solidarische Stadt, eine Stadt, die für alle aufkommt, kann eine wachsende Stadt sein. Eine wachsende Stadt muss zudem finanzstark sein. Sie muss die Aufgaben der Daseinsvorsorge für alle bereitstellen können. Sie muss die handwerkliche und industrielle Wertschöpfung und damit die Beschäftigung für viele ermöglichen können. Das geht nur durch Wachstum und nicht durch Stagnation. Zumal in der Verknüpfung mit der Region: Eine Stadt, die ihre Zukunft darin sieht, sich einzuigeln, wird in der Konkurrenz mit ihren Nachbarstädten verlieren. Menschen und Unternehmen lassen sich dort nieder, wo ihre Potentiale willkommen sind. Die Vorstellung von Wiesbaden als Wohnortoase für Wohlhabende wie im 19. Jahrhundert ist keine ernst zu nehmende Entwicklungsperspektive in einer globalisierten Welt.
Die stagnierende Stadt wird nicht in der Lage sein, für alle Bedürfnisse aufzukommen. Ihr bleibt nur die Möglichkeit, für die Schwachen eine Grundversorgung sicherzustellen, und es den Starken zu überlassen, sich selbst gut einzurichten. Zwangsläufig werden sich Starke und Schwache dann räumlich separieren. Trotzdem wird die stagnierende Stadt nicht verhindern können, dass sich Starke und Schwache von außen Zugang in die Stadt verschaffen. Die Menschen lassen sich eben nicht aussperren. Und dann begönne der Verteilungskampf aufs Neue – keine erfreuliche Perspektive.
Also Wachstum ja – aber Wachstum in Grenzen. Niemand denkt daran, die landschaftlichen Potentiale, die Wiesbaden erst ausmachen, und das historisch gewachsenes Stadtbild zu zerstören. Aber Wachstum ist mit Flächenverbrauch, mit der Reduzierung des natürlichen Lebensraums, mit Bodenversiegelung, mit der Einschränkung von Freiräumen und mit Verkehrsströmen verbunden. Deswegen soll die Innenentwicklung Vorrang vor der Außenentwicklung haben. Das ist leichter gesagt als getan. Nachnutzungen im Innenbereich sind möglich, aber schwierig und häufig teuer. Um die Vereinbarkeit von Natur, Industrie und Wohnen herzustellen, müssen Schutzstandards gesenkt und Kosten aufgewandt werden, um Mindeststandards zu gewährleisten. Das kann außer Geld auch Nerven kosten! Wachstum ohne Inanspruchnahme des Außenbereichs wird deshalb nur schwer möglich sein. Um natürliche Flächen aber nicht zu verschwenden, sollte Wachstum dort stattfinden, wo sich überörtliche Verkehrsachsen bereits befinden oder mit regionalem Bezug neu geschaffen werden können. Die Inanspruchnahme des Außenbereichs erfordert es, Entwicklungsstränge zu bündeln.
Kann Verdichtung eine Lösung sein? Verdichtung provoziert gemeinhin Widerstände. Das hat gute Gründe: Je dichter die Menschen zusammenleben, desto höher ist der Regelungsbedarf für ein gedeihliches Zusammenleben. Niemand lässt sich aber gerne in seiner Freiheit einschränken. An den Fremden, den man nicht kennt, muss man sich erst gewöhnen. Ein verdichteter Stadtteil passt nicht zu einem Einfamilienhausgebiet oder zu einer dörflichen Idylle. Verdichtung wird deshalb zuerst dort Chancen auf Verwirklichung haben, wo in der Umgebung noch niemand lebt. Für Verdichtung gibt es aber auch abschreckende Beispiele von Hochhäusern mit Anonymität und ohne wirkliche Nachbarschaften, wo niemand wohnen will, der es nicht muss. Verdichtung empfinden wir am ehesten dort als angenehm, wo es vielfältige Nutzungen gibt. Vielfalt muss aber wachsen. Sie kann nur ab bestimmten Größenordnungen hergestellt werden. In Wiesbaden sind diese Bedingungen nur im beschränkten Umfang gegeben. Dennoch sollten die Möglichkeiten für Verdichtung genutzt werden, um Platz zu sparen und Flächenverbrauch zu verhindern. Diese Chance bietet sich im Bereich des früheren Dyckerhoff-Kalksteinbruchs an. Verdichtung erfordert den Konsens mit den davon Betroffenen.
Die neue Kooperation zwischen SPD. CDU und Grünen will sich dieser Aufgabe stellen und Wachstum ermöglichen. Allein 1200 Wohnungen sollen pro Jahr neu entstehen, soviel wie noch nie.
Ich halte es für wichtig, sich über die Bedingungen von Wachstum am Anfang zu verständigen, um später unliebsame Überraschungen zu vermeiden.
Dietrich Schwarz

Ob Politer oder Bürger, alle wünschen sich bezahlbaren Wohnraum. Aber was ist das genau? Hier gehen wohl die Meinungen auseinander. Um nur einige Bevölkerungs- bzw. Interessengruppen zu nennen: Sozialhilfeempfänger wünschen sich eine ausreichende Anzahl von Sozialwohnungen in sozial durchmischten Gebieten. Sie möchten nicht in Gettos leben. Familien mit Kindern ohne Anspruch auf Sozialhilfe oder Wohngeld, wünschen sich Wohnungen, die mindestens 80 Quadratmeter groß ist, mindestens drei Zimmer haben und nicht mehr als 8 bis 9 EUR pro Quadratmeter kosten. Studenten und Rentner wünschen sich relativ kleine, Rentner noch dazu barrierefreie Wohnungen, die auch nicht teurer sein sollten, ruhig aber zentral liegen und gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar sind. Außerdem gibt es noch viele, deren Ziel es ist, Wohneigentum zu erwerben. Für diese Menschen gehört auch dies zu bezahlbarem Wohnraum. Sich diesen Wunsch erfüllen zu können, dürfte für viele utopisch bleiben. Die meisten Menschen wünschen sich keine Wohnsilos, sondern eine aufgelockerte Bebauung mit vielen Grünflächen und Plätzen als Treffpunkte. Die Bevölkerung sollte gut durchmischt sein, so dass sich niemand ausgegrenzt fühlt und ein gutes soziales Miteinander möglich ist. Die vielen unterschiedlichen teilweise gegensätzlichen Interessen unter einen Hut zu bringen, dürfte für die Verantwortlichen aus Politik und Verwaltung nicht einfach ganz werden.

Wiesbaden 2030: deutlich verbesserte Luftqualität, um auch das Wohnen an den sehr befahrenen Straßen und das Leben in der Stadt zu verbessern. Ausbau der Radwege, Ausbau Bus/Bahn, günstige Tickets, um mehr Menschen zu bewegen auf den öffentlichen Verkehr umzusteigen. Autos müssen aus der Innenstadt raus bzw. der Durchgangsverkehr 1.und 2.Ring ist unträglich und bedarf defintiv einer Veränderung.
Bezahlbarer Wohnraum, der auch für Student*innen, arme Menschen und Familien mit geringerem Einkommen, möglich ist. Grünflächen, die zum Verweilen einladen. Bäume, die gefällt werden, werden zügig nachgepflanzt.. alternative Energien werden ausgebaut. Die Bürger*innen werden beteiligt bei der Gestaltung ihres Lebensumfeldes...kleine Gärten auf Freiflächen, Beete und Baumscheiben, die bepflanzt werden können, dafür gibt es Anerkennung und finanzielle Untersützung. So wird der eigene kleine Lebensraum gepflegt und in Schuss gehalten: urban gardening.

Stadt von Morgen. Wünschenswert wären aus meiner Sicht: Belebte Plätze in Quartieren (bspw.. wie bei den Festen am Sedanplatz oder Wallufer Platz), (weiterhin so) viele Grünflächen und Parks, attraktiveres Angebot und damit Wachstum von Studierenden- und Kreativszene, weniger Autos in der Innenstadt, viele individuelle Geschäfte und Gastronomie, größere Identifikation mit Stadtvierteln (vor allem in den Innenstadtvierteln), aktives generationsübergreifendes Zusammenleben. Bunt, offen, belebt, nachhaltig und sozial. So stelle ich mir Wiesbaden 2030 vor!

Wiesbaden mit Lebensqualität bedeutet auch den vielfältigen Wünschen der jeweiligen Generationen Rechnung zu tragen -sprich wo sind die attraktiven freizeit - und Feierabendangebote sowohl im kulturellen Bereich als auch in sportlicher Hinsicht - weder verfügt Wiesbaden über attraktive Schwimmbäder noch über Groraumkinos bzw. musikalische Angebote ausserhalb des Staatstheaters - da helfen nur "Ausflüge" in das "feindliche" Umland

Wiesbaden verfügt über sehr, sehr viele kulturelle Angebote abseits des Staatstheaters! Allein musikalisch gibt es täglich eine Riesenauswahl von Klassik bis Jazz und Pop. Kirchen, Rheingau Musik Festival, und alle möglichen kleinen Bühnen, die sowohl Wort - als auch Musikbeiträge anbieten: Thalhaus, Künstlerhaus 43, Thetaer im Pariser HOf, Kammerspiele, Velvets, KReativfabrik, Kulturpalast, Kunsthaus am Schulberg, es gibt so viel, aber das Publikum weiß es einfach nicht. Zeitung lesen! Plakate wahrnehmen! Oder vielleicht wäre gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit für "Kultur in Wiesbaden" - von den großen Playern wie Staatstheater bis zu den Kleinen mal angesagt. Wie oft bin ich in einem dieser Theater und höre hinter mir jemanden tuscheln: Ach, ich wusste ja gar nicht, dass es hier so was Schönes gibt. Dabei ist keines dieser Theater wirklich neu. Es gibt zwei Kinos mit Arthous-Programm vom Feinsten. Man muss nicht immer nur die Blockbuster-Filme sehen. Oder in die Vororte mal gehen: Clemens Würkner vom Kulturclub Biebrich macht ein feines Programm. Ach, ich könnte hier stundenlang weitermachen. Bei der WMK gibt es jede WOche Konzerte. Es gibt die Meisterkonzerte, das Johann-Strauß Orchester, es gibt das Biebricher Höfefest.... es muss sich nun wirklich keiner langweilen in Wiesbaden.

... und wenn ich damit einenWunsch verbinden kann, dann den, dass diese kleinen Theater am Leben gehalten werden. Auch mit dem Walhalla hat man jetzt eine Riesenchance. Aber die Leute brauchen UNterstützung und Öffentlichkeit. Was ist mit einem Wiesbadener Kulturfest, bei dem sich alle mal darstellen können? So wie "Wiesbaden tanzt"?

Wiesbaden muss auch in Zukunft eine Stadt mit vielen Grünflächen bleiben. Das bedeutet auch, dass man bei Bebauungen immen darauf achten muss, das die Frischluftschneisen, die Richtung Wiesbadener Kessel gehen, unbedingt weiterhin so bestehen bleiben.

Heute leben viele ältere Menschen alleine und gibt es viele alleinerziehende Elternteile mit kleinen Kindern. In einem Mehrgenerationshaus könnte man beide zusammen bringen. In solch einem Haus sollten bezahlbare Wohneinheiten und Räumlichkeiten für gemeinsame Treffen entstehen. In jedem Stadtteil wäre so ein Haus wünschenswert.

Grün, Mehrgenerationen wohnen - Wiesbaden sollte grün bleiben und ausbauen. Die Autos sollten aus dem Innenstadt Bereich "ausgesperrt" werden. Eventuell eine Zone nur für Elektro Autos ab spätestens dem 1 Ring. Wohnraum muß für normal bis gering Verdiener gezielt geschaffen werden und nicht ständig nur hochpreisige Wohnungen im Innenstadt Bereich erbaut werden. Zusätzlich darf es keinen "Freikauf" der Investoren mehr geben vom Sozialwohnungsanteil in den neuen Projekten. Wir brauchen eine Mischung der Gesellschaft und keine Ghettos. Mehrgenerationenhäuser mit Wohngruppen aus Alleinerziehenden, Älteren, Studenten, Sozialhilfe Empfängern und Flüchtlingen - an zentralen Stellen in den Stadtteilen, aber auch in der Innenstadt (und nicht am Stadtrand) mit Angeboten für die ganze Bevölkerung (Nähkurse, Vorträge, Veranstaltungen etc). Die Politik spricht gerne von der sozialen Durchmischung. Leider sprechen sie immer nur darüber und es wird kein Konzept für ganz Wiesbaden entwickelt und konsequent umgesetzt. Der Bedarf ist eindeutig da, alleine ca 7000 Menschen suchen eine Sozialwohnung. Viele ältere Menschen suchen bezahlbaren Barrierefreien Wohnraum, um ihre jetzt zu groß gewordenen Wohnungen an andere wie z.B. Familien "weitergeben " zu können. Gerade Mehrgenerationen wohnen ist die Wohnform der Zukunft und muß jetzt angegangen werden. Es wäre eine Enorme Bereicherung für Wiesbaden und würde auch der Integration helfen.

Wiesbaden sollte urbane Plätze erhalten und die Vielfalt darauf fördern.

Hausärztliche Versorgung in gut erreichbarer Wohnortnähe ist ein frommer Wunsch in Wiesbaden Ost (Kloppenheim, Igstadt, Auringen, Heßloch - schon jetzt ohne HausärztIn Medenbach, Breckenheim, Kostheim - unterversorgt).
Hier sind Prioritäte von Seiten der Sadtplanung zu verschieben: nicht immer ist es möglich den geforderten Parkraum zur Verfügung zu stellen - aber es ist auch nicht immer nötig. Die Verantwortlichen sollten bei Genehmigungsverfahren zur EInrichtung neuer Hausarztpraxis die Situation vor Ort individuell entscheiden. Vermutlich wird in Zukunft sogar eine Unterstützung durch die Kommune nötig sein, um auch eine Stadt wie Wiesbaden nicht von der hausärsttlichen Versorgung abzukoppeln.

Wir haben viele Pflegeheime und auch Einrichtungen des "betreuten Wohnens" in der Stadt - häufig auch mit guter Pflege und angenehmen Lebensverhältnissen.
Was aus meiner Sicht fehlt ist jedoch ein echtes Wohnen mit Betreuung: nämlich dass man in einer eigenen Wohneinheit auf eine Hilfsperson für kleine kurze Handlangungen (Flasche Wasser aufdrehen, Schuhe zubinden, was aus dem Schrank holen) zurückgreifen kann. Ich stelle mir vor, dass wir ein Haus schaffen, in dem es mehrere behindertengerechte Wohnungen (20-30) und einen Gemeinschafts-Begegnungsbereich gibt, der von einer oder zwei Betreuenden begleitet wird. Diese betreuende Person bewegt sich im Haus, schaut bei den Bewohnern (nach Wunsch) immer mal wieder vorbei, ist aber auch per Signal "rufbar" . Zusätzlich das übliche Programm : Hauswirtschaftsservice (Putzen, Waschen, Einkaufen), Hausnotruf, Essen auf Wunsch (auf Rädern?) - das wäre für mich eine echte Betreuung.

Bezahlbarer Wohnraum ist wichtig - aber wir brauchen auch einen vielseitigen Wohnungsmarkt, der auch für Gut- und Bestverdiener attraktive Angebote in Wiesbaden schafft, ohne abgeschirmte und abgeschlossene Bereiche zu schaffen. Dafür müssen Marktkräfte wirken (und wirken dürfen). Dann schaffen wir ein vielseitiges Angebot, das sich an der Nachfrage orientiert. Nötig sind dafür vor allem eher weniger als mehr staatliche Vorgaben in Bebauungsplänen und Satzungen. Gerade in der Innenstadt muss mehr Modernisierung und Umbau zugelassen werden - Einschränkungen z.B. durch Satzungen und Denkmalschutz müssen zurückgeführt werden. Dann entwickelt sich der Wohnungsmarkt organisch und nachfrageorientert. Gekoppelt mit den vielen Möglichkeiten zur Förderung von sozialem Wohnraum in Neu und Umbau, die es ja gibt, kann es eine gute Durchmischung geben, die das Ziel bleiben sollte.
Wichtig scheint mir dabei, dass geschlossene Strukturen wie zB das innere Westend oder der Schelmengraben, aufgebrochen und durch Modernisierung und Investition durchmischt werden, denn Ghettobildung kann niemand gebrauchen.

nicht zu vergessen, dass die "Besserverdienenden" auch große Teile der Einnahmen für die Stadt über die Einkommensteuer & Mehrwertsteuer stemmen. Außerdem würde Wiesbadens Stadtbild (und das scheint den meisten ja zu gefallen, wenn man die Kommentare hier liest) nicht so aussehen, wenn in der Vergangenheit dort nur nach den Standards des sozialen Wohnungsbaus gebaut worden wäre.

Es ist aber so, das die Einnahmen der Stadt aus dem Tourismus gerade wegen den Denkmälern entstehen. Bei einer Lockerung des Denkmalschutzes würde Wiesbaden sich in den eigenen Fuß schießen.

Ich denke man sollte die bisher initiierten Maßnahmen zur Sicherheit fortführen. Ich wünsche mir zu den bereits benannten Faktoren eine saubere und sichere Stadt, die einlädt durch Bänke, kleinere Erholungsinseln, usw. in der Stadt zu verweilen.
Ebenso stimme ich den anderen Kommentatoren zu, Wiesbaden braucht bezahlbaren und wohnwürdigen Wohnraum.

Da die bebaubaren Flächen in Wiesbaden begrenzt sind, müsste das Bauen von Einfamilienhäusern zu Gunsten von Mehrfamilienhäusern mit mindestens 7 Stockwerken begrenzt werden (Ich weiß, das dies jetzt einen Aufschrei gibt). Ebenso sollte die Quote für Sozialwohnungen erhöht werden. Gebaut sollte möglichts auch Behindertengerecht..

In Biebrich am Schloss bis zur Oranien - Kirche sollte die Rheingaustraße in eine Fußgängerzone umgewandelt werden. Busse und eventuell die Citybahn sollte dort weiterhin fahren können. Der Autoverkehr und besonders die Lkw's von den Industriegebieten könnte über die Autobahnen geleitet werden.

Gerade aufgrund der Kessellage der Stadt und den häufigen Westwinden müssen die Frischluftschneisen der Stadt bei der Stadtentwicklung berücksichtigt und möglichst verbessert werden. Die Luft im Innenstadtbereich (Ringkirche/Bahnhof) ist heute bereits nicht gut. Aufgrund der Lage der Stadt, unmittelbar an den Taunus angrenzend, muss es doch weitere Möglichkeiten geben, hier für eine bessere Luftzirkulation zu sorgen.
In letzter Zeit sind vorallem ältere und das Stadtbild prägende Bäume gefällt worden. Hier sollte auch das Engagement vorhanden sein, wieder neue Bäume zu pflanzen, um die Anzahl der Baumbestände wieder zu erhöhen und somit das Stadtbild aufzuwerten.
Zudem sollten einige dunkle Ecken der Stadt (z.B. Mauritiusplatz Kinoeingang) wieder hergerichtet, mit einem neuen Beleuchtungskonzept versehen und erneut ganzjährig belebt werden.

Wenn man nach Wiesbaden kommt, fallen einem gleich die durch zu viele Werbeplakate nicht eiladende Stadteingänge auf. Negative Beispiele sind Kasteller und Wiesbadener Str. (insbesondere die Kreuzung Kastellerstr. / Breslauerstr.). Da sollte die Stadt dagegen vorgehen.

Noch nicht mal für ein angenehmes Willkommen taugt die kantige Architektur, die uns von der Mainzer Straße wuchtig entgegenstarrt, wenn wir mit der Bahn einfahren. Etwas mehr Abwechslung in Form und Farbe hätte wohl getan! Neu muß nicht abweisender sein. Ähnliches gilt für den Beginn der Bahnhofstraße. Das täuscht sehr über den angenehmen Charakter der im 19. Jh. an sich vollendeten Stadt hinweg.

In der Stadt und den Vororten fehlen öffentliche Toiletten. Die Stadt sollte mit den Gastromen wegen der Toilettenbenutzung für alle verhandeln. Positive Beispiele sind da die freundlichen Toiletten in Heidelberg und in Köln.

Gemeinschaftliche Wohnprojekte sind eine Wohnform, die für immer mehr Menschen eine Alternative zum Leben als Single und in der klassischen Familie darstellt. Auch für ältere Menschen wird diese Wohn- und Lebensform zunehmend relevant.

Charakteristisch für gemeinschaftliche Wohnprojekte ist, dass die zukünftigen Nutzerinnen und Nutzer schon an der Planung beteiligt sind und es auch später in der Nutzungsphase eine Mitbestimmung gibt. Dabei wollen die Bewohner im Rahmen einer Hausgemeinschaft – oder auch in einer Siedlung – von gemeinschaftlichen Aktivitäten, gegenseitiger Hilfe und einer verlässlichen Nachbarschaft profitieren.
Seit etwa zehn Jahren kann man von einem neuen Trend sprechen, indem zunehmend Wohnungsgesellschaften, Investoren und traditionelle Genossenschaften Interesse an der Realisierung von Wohnprojekten zeigen.
In Wiesbaden gibt es erste Kooperationen zwischen Wohnbaugesellschaften und Initiatoren von Wohnprojekten, die wahrscheinlich auch zielführend sind. Allerdings ist diese Kooperation noch sehr zögerlich und hängt eher vom Engagement und der Durchhaltekraft der Initiatoren ab. Es gibt zwar seit mehr als 15 Jahren eine Koordinierungsstelle für gem. Wohnen , aber dass die Politik sich dieses Themas umfassend annimmt, war bisher nicht der Fall. Und bei einer Stadtentwicklungsplanung müsste das Thema gemein. Wohnen ein feste Planungsgröße sein!
Ich wünsche mir und gebe das als Hinweis für den Stadtentwicklungsplan:
Wiesbaden sollten noch offener auf neue Wohnformen reagieren und die ja durchaus vorhandenen Kräfte und Ressourcen nutzen, um innovative Ideen umzusetzen.
Gemeinschaftliche Wohnprojekte/Baugemeinschaften/Genossenschaften sollten ein wesentlicher Bestandteil der kommunalen Stadtentwicklungsstrategie werden.
Insbesondere die Wohnbaugesellschaften sollten sich einlassen auf die gemeinsame Planung mit „Laien“, das kann sehr wohl für beide Seiten befruchtend sein.
Dabei muss die Mietpreisgestaltung dem Einkommen der Nutzer angepasst sein und darf nicht etwa die Hälfte des monatl. Einkommens verschlingen, wie das am Beispiel von Renteneinkommen jederzeit nachweisbar ist.
Das traditionelle Modell „Familie“ hat ausgedient, bzw. wird oft nur eine Phase sein, andere Lebenskonzepte, die noch nicht so sehr dem „Mainstream“ entsprechen, entwickeln sich und dies gilt es zu fördern !

Liebes Wiesbaden,

Die Gründerzeit
Ich wünsche mir, dass Du Dein Potenzial der - wie kaum eine andere deutsche Stadt - einzigartigen gründerzeitlichen Bebauung noch mehr als jetzt ausschöpfst und damit Deine Zugkraft auf Wohnungs- und Geschäftsstandortsuchende ausbaust. Durchgehend bezaubernde Fassaden wie z.B. die der Rheinstraße, einer früheren Flaniermeile, sollten zu neuem Glanz erweckt werden. Wiesbaden, Du bist ein großartiger etwas in die Jahre gekommener verstaubter Diamant, der wieder zum Funkeln gebracht werden kann! Vielleicht schaffst Du es ja doch noch, auch als historische Kur- und Bäderstadt den Status als Welterbestadt zu erreichen.
Der Hauptbahnhof
Dein Entrée, nämlich Deinen an sich wunderschönen Hauptbahnhof in Sachen Sauberkeit ein wenig liebevoller behandelst, damit er seine Aufgabe als Unterstützer des öffentlichen Nahverkehrs als immer wichtiger werdende Alternative zum Autoverkehr auch wahrnehmen und Gäste aus Nah und Fern mit Stolz zu Dir einladen kann.
Der Hessenexpress
Gerne bei Dir Wohnen heißt nämlich auch, schnell und bequem ohne Auto insbesondere nach Frankfurt pendeln zu können. Deshalb hoffe ich inständig, dass uns zukünftig der „Hessen-Express“ nicht nur schnell und bezahlbar zum Flughafen, sondern ebenso nach Frankfurt fährt.
Die Bäderkultur
Gesundheit, Wellness, Sport - DER Wachstumsmarkt schlechthin! Deshalb vermisse ich Dein zeitgemäßes Bad mit sportlichem sowie Wellness/Sauna-Schwerpunkt. Dein winziges Opelbad ist ein fantastisches baugeschichtliches Juwel. In die Kaiser-Friedrich Therme habe ich mich schockverliebt - leider besitzt Sie kein Schwimmbad. Das in die Jahre gekommene Thermalbad Aukammtal plätschert auf höchstem Niveau so vor sich hin. Die restlichen Bäder sind gut gemeint, aber … Du weißt schon. Nun ist scheints ein neues Hallenbad in Planung. Bitte bitte inklusive amtlicher Sauna- und Thermallandschaft!! Für ein modernes, gesundheitsbewusstes Wiesbaden. Ich freu mich schon ganz doll drauf:)
Die Plätze und Grünflächen
Deine großartigen Häuser lassen Straßen und Plätze mitunter sehr schattig wirken. Was hältst Du davon, die Grünflächen zwischen Hauptbahnhof und Kurpark als kommunikative „Sonnentankplätze“ herzurichten? Mir und dem demographischen Wandel fehlen hier definitiv Bänke, besser noch loungige Deckchairs (siehe z.B. Hamburger Alster) oder chillige Plattformen zum Ausruhen und Verweilen.
Wiesbaden, ich mag Dich und Deine Laid Back Haltung – gerade im Vergleich zum immer anstrengender werdenden Frankfurt! Da geht noch mehr. Wir sind dabei:))

Wir sind eine Familie mit drei Kindern und haben uns 2015 eine Wohnung im oberen Westend gekauft. Die Infrastruktur und das soziale Umfeld dort finden wir sehr gut.

Folgendes stört uns:

1. Alle freien Plätze sind mit Autos belegt. Es gibt einfach zu viele Autos in Wiesbaden generell. Mit einem zielgerichteten Mobilitätsangebot kann man dem entgegensteuern.

2. Zu wenige nutzbare Grünflächen: Der Elsässer Platz ist zugeparkt, der Sedansplatz wird von Autos umrundet, das Wellritzbachtal von Hunden besiedelt. Gerade das Wellritzbachtal hatte ich als schöne Alternative gesehen, leider musste ich im letzten Sommer feststellen, dass Hunde unangeleint spazieren gehen, auf die Kinder zurennen und -springen und Besitzer ihre Hinterlassenschaften nicht weg machen.

Um die soziale Vernetzung zu unterstützen, sollten Wohnprojekte (wie das gemeinschaftliche Wohnen in der Blücherstraße 17) gefördert werden. Wir hatten uns auch für ein solches Konzept interessiert, aber die Umsetzung war schwieriger als gedacht.

Wenn es stimmt, dass die digitale Entwicklung dazu führt, dass weniger Menschen zukünftig Arbeit haben werden und möglicherweise auch die Regelarbeitszeit verkürzt wird, dann fragt man sich : Was tun die Menschen in ihrer Zeit? Werden da neben bezahlbaren Wohnungen nicht auch Räume, in denen man etwas gestalten kann, wichtiger? Langweilen sich nicht viele (junge) Leute heute schon? Was macht man, wenn man kein Geld zum Shoppen hat? Rumhängen?
Offene Kulturräume, Werkstätten, animierende anregende Angebote in den Stadtteilen und Quartieren wären ein Weg, "Kultur für alle" in die Tat umzusetzen. Immer wieder zeigen Künstler/innen und Kulturarbeiter/innen schon heute, was man in sozialen Quartieren (z.B. Westend, Schelmengraben) mit Bewohner/innen und guter öffentlicher Resonanz alles auf die Beine stellen kann. Diese Projekte sollten ausgebaut und verstetigt werden.

Am besten funktioniert das Wohnen in einem Umfeld, das keinen ausschließt und niemanden bevorzugt. Das heißt, es sollten weder Armen- noch Reichen, Alten- oder andere Ghettos entstehen. Eine gute Durchmischung ist die Basis für ein friedliches und soziales Miteinander. Auch die Möglichkeit, Wohneigentum zu erwerben, sollte in einem gewissen Maß möglich bleiben, da sich Wohneigentümer i.d.R. besonders mit ihrem Wohnort identifizieren und sich gesellschaftlich dort einbringen. Alternative Wohnformen, wie Baugemeinschaften könnten eine der Optionen sein.

Da Grundstücke rar und teuer sind, wird man verdichtetes Bauen nicht verhindern können. Deshalb ist es umso wichtiger, als Gegenpol auch freie Flächen zu schaffen und diese zu beleben mit Gastronomie, sozialen oder kulturellen Einrichtungen u.a.

Wiesbaden muss auch in Zukunft eine Stadt mit vielen Grünflächen bleiben. Parkanlagen auch so lassen wie sie sind. Man müsste für neue Congress Rhein-Main-Halle auch mehr Parkplätze haben.. Wir als Anwohner der Kronprinzenstr. finden dann keine Parkplätze mehr. Es gibt so wieso wenige Parkplätze für uns.

Wiesbaden wächst scheinbar unaufhörlich. Die Zahl bebaubarer Flächen aber ist begrenzt. Gerade auf stadteigenen Flächen, wie z.B. dem Konversionsgelände in Mainz-Kastel, hat die Stadt die Möglichkeit, zeitnah Wohnraum für möglichst viele unterschiedliche Bevölkerungsgruppen zu schaffen. Niemand sollte sich ausgegrenzt fühlen, Neiddebatten dürfen gar nicht erst entstehen und der soziale Frieden muss durch eine ausgewogene Bevölkerungstruktur gewährleistet wird.

Der Kasteler Westen könnte dort einen attraktiven Ortsmittelpunkt mit Grünflächen, Treffpunkten, Spielplätzen, sozialen Einrichtungen und Gastronomie erhalten.

Auch wenn der Bedarf an Wohnungen groß ist, sollten hässliche, eintönige Betonbauten und eine starke Verdichtung vermieden werden. Nicht nur Mietwohnungen sollten entstehen, sondern auch der Erwerb von Wohneigentum sollte ermöglicht werden. Baugemeinschaften, Generationenhäuser und andere alternative Wohnformen sollten eine Chance bekommen. Auch dies dient der sozialen Durchmischung.

Mit steigender Einwohnerzahl steigt auch der Bedarf an Geschäften. Die Ansiedlung eines Vollsortimenters, eines Drogeriemarktes und einer Apotheke würden es den Menschen ermöglichen, einen Großteil ihrer Besorgungen vor Ort zu erledigen und auf das Auto zu verzichten.

Ein durchgängiger Radweg nach Wiesbaden und mehr Gatronomieangebote würden die Rheinfront noch attraktiver machen.

Ich wünsche weniger Autos ( auf keinen Fall Geländewagen) in der Innenstadt (bessere Luft), viele individuelle Geschäfte und Gastronomie,schönere Gestaltung der Kirch-und Langgasse.Größere Identifikation mit den Stadtvierteln,also keine hässlichen Betonklötze, nicht zu starke Verdichtung, so dass Vernetzung für Vögel möglich bleibt ,viele Plätze mit von Künstlern gestaltete Brunnen (Dernsches Gelände!) und Bänken, gute Verkehrsanbindungen,gut gepflegte Schwimmbäder, gehobene kulturelle Angebote ( wie bisher: Konzerte, Oper,Theater Kino,) generationsübergreifendes Zusammenleben. Mehr interessante Spielplätze (Dernsches Gelände!) mit sicheren Spielgeräten ( nicht wie das neue Klattergerüst im Dambachtal!).

Wiesbaden hat ein sehr großes Potenzial noch lebenswerter zu werden. Ich möchte hier nur einen kurzen, subjektiven Überblick geben über Sachen, die man verbessern kann. Da ich seit ca. 7 Jahren im Innenstadtbereich lebe, kann ich am meisten über diesen Stadtteil berichten:

- Feste: Wiesbaden hat schöne Feste aber leider immer das gleiche Angebot. Hier wünsche ich mir mehr Individualität von den Veranstaltern. Bsp. Wilhelmstraßenfest warum nicht Sonntag, andere Bands als die Nightbirds und Co. Zudem sollte jedes Stadtviertel eigene Feste anbieten. Erste Versuche wie das Stadtfest, finde ich gelungen.

- Identifikation fehlt: Wiesbaden müsste sich mehr mit dem Thema Wasser, Quellen und Kur identifizieren. Stattdessen werden charakterlose Plätze mit minimalen Wasserthema gebaut (Beispielsweise an den Eingängen der Fußgängerzone, Platz der deutschen Einheit usw.). Der Kochbrunnenplatz ist so veraltet und verdreckt, dass man kaum einen Besucher dort hinführen möchte. Zudem gibt es kaum Trinkwasserquellen in der Stadt und im Park.

- Der Markplatz ist tot: Kaum Cafés oder Restaurants am Marktplatz

- Tor zum Rheingau?: Warum gibt es keinen feste Weinprobierstand auf dem Markplatz?

- Smog und Autos in der Innenstadt: Gefühlt fährt jeder Wiesbadener mit dem Auto zum Bäcker oder zum Einkaufen. Warum? Fehlen hier Busverbindungen in die jeweiligen Stadtviertel oder sind sich viel zu schade mit dem Bus zu fahren? Auch die vielen Buse belasten die Luft. Lösung wären Elektrobusse.

- Großes Taubenproblem nicht nur am Hauptbahnhof: Der Hauptbahnhof ist eine Katastrophe! Wer hier ohne Taubenkot in den Zug kommt, hat Glück. Seit Jahren schieben sich Deutsche Bahn und die Stadt den schwarzen Peter zu. Bitte eine Lösung finden, da der Kot nicht nur krank macht sondern auch das Gebäude beschädigt!!!

„WIESBADEN 2030+“ hat mich beeindruckt. Mir ist bewußt, dass man die definierten Ziele nicht alle gleichzeitig erreichen kann. Wichtig für mich ist die soziale Infrastruktur, auch der Vororte. Hier wird sehr viel ehrenamtliches Engagement eingebracht. Dies ist die Grundlage für ein funktionierendes Zusammenleben und das Vermeiden von sozialen Brennpunkten. Dies wird von der Politik sehr oft hervorgehoben, aber es folgen keine Taten. Am Beispiel Kloppenheim kann man es leicht erkennen: Soziale Einrichtungen für Jugendliche fehlen, dem heutigen Standart entsprechende Sportstätten fehlen, Sporthalle für alle Einwohner fehlt, Bürgerhaus fehlt ebenso. Um ein kinderfreundliches und generationsübergreifendes Leben zu ermöglichen darf man das oben genannte nicht vernachlässigen.

Wir möchte, dass in der Stadt Wiesbaden nicht nur für alte Menschen, sondern im Besondere auch für junge Menschen mit Behinderungen ein zentrales Wohnen mit kurzen und sicheren Wegen zu Freizeit und Arbeit und Kontakt möglich wird. Am besten kombiniert mit einer naheliegenden Arbeitsstelle auf dem ersten Arbeitsmarkt. Das soll kein "Heim" sein, sondern soll gemäß der UN-Behindertenkonvention ein dezentrales inklusives Wohnen innerhalb der Gesellschaft sein. Dazu sind Grundrisse und Mieten so zu gestalten, dass Betreuer in Wohnungen mit wohnen können, dass die Mitbewohner ihre eigenen Bäder haben u.v.m.

Bezahlbarer Wohnraum ohne Ghetto-Bildung
Die Grünflachen erhalten, ausbauen und nutzen, unter anderem als Parks, Gemeinschaftsgärten, Spielplätze.
Die Altbauten sollen entsprechend erhalten und gepflegt werden. Hier müssen mehr Auflagen gemacht werden zum Erhalt dieser Immobilien.
Bei Neubauten sollte an die größeren Familien gedacht werden. Ja, es gibt mittlerweile einige Familien mit 4-5 Kindern. Für diese gibt es gar keinen bezahlbaren, bzw. überhaupt größenmäßig vorhandene Wohnraum.
Die Mietpreise sollten mit den Zuschußämtern wie Wohngeld und Sozialamt bitte abgesprochen werden. Es liegt hier ein unrealistisches Mißverhältnis vor.
Der interessante Wohnraum sollte nicht an Investoren außerhalb Wiesbadens gegeben werden (siehe Nerostraße neben dem Gestüt).
Mehrgenerationen-Wohnen soll möglich sein. Damit meine ich, daß das Wohnen und die Häuser so konzipiert werden, daß Alt und Jung, Familie und Studenten zusammenleben können. Damit hinkt Wiesbaden hinterher.
Die kleinen Stadtmitten in den einzelnen Stadtteilen/Vororten sollten wieder mehr belebt werden: Einzelhandelsgeschäfte, Cafes (weniger Ketten, mehr Individualität), kleine Marktplätze, Kultureinrichtungen.

Dem Entwurf der Qualitätsziele für die Stadtentwicklung kann ich mich voll anschließen. Ebenso den Ausführungen für die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. M.E. sind dafür die Ausweisung weiterer Wohngebiete rund um bestehende Infrastruktur und Verkehrswege erforderlich. Ein "Nicht-Wachstum der Stadt" würde im weiterhin expandierenden Rhein-Main-Gebiet zu exorbitanten Wohnkosten führen.
Es sollte eine Regelung gefunden werden, dass Ältere, wenn sie denn möchten, eine kleinere Wohnung auch tatsächlich anmeten können. Heute werden bereis 60jährige Interessenten von privaten Vermietern wegen ihres Alters abgelehnt, "da man sich keinen Pflegefall" einhandeln möchte.
Des Weiteren würde ich gerne in einer Stadt leben wollen, in der insbesondere die Armut von Kindern, Alleinerziehenden und Älteren abnimmt. Gleiche Bildungschancen für benachteiligte Kinder sollten ebenso slebstverständlich sein, wie die hinreichende Versorgung älterer Menschen, z.B. mit Zahnersatz oder Hörgeräten.
Last not least wünsche ich mir eine (welt-)offene Gesellschaft und ein sicheres Umfeld. So sollten z.B. Frauen in den Abendstunden ohne Bedenken alleine z.B. die Reisinger Anlagen oder den Warmen Damm auf ihrem Nachhauseweg durchqueren können. Ferner sollte es in der Innenstadt oder in den Vororten keinerlei "no go areas" geben.

Ich wünsche mir ein schlüssiges Gesamtkonzept für die Gegend um das Hellingviertel..z.B.:
- Planung ausreichender Parkplätze vorallem im Hinblick auf das neue Viertel auf dem ehemaligen Gelände der Kartonfabrik
- Abriss des Fox-Appartmenthauses und der angrenzenden Auto-Werkstätten als Schandfleck im Viertel und Neubau eines Zentrums mit Restaurant, Cafe, Ärztehaus, Apotheke und Drogeriemarkt
- schönere Spielplätze für Kinder

Wiesbaden hat einen angenehm wohnlichen Charakter, der seine Grundlage in der Zeit vor dem 1. Weltkrieg hat. Zu jener Zeit war die architektonische Formgebung an sich auf ihrem Höhepunkt und die Stadt wurde derart angelegt, dass sie weitgehend auch heute noch als optimal zu betrachten ist- wäre da nicht dieser immense Bedarf an Parkplätzen!!!
In der Innenstadt werden wir Fortschritte gemacht haben, sobald das Verkehrsaufkommen gesenkt ist. Gärten etwa auf Dächer zu verlegen ist keine Lösung. Mehr Grünwuchs brauchen wir hier. Zum Beispiel auf dem Mauritiusplatz.
Das Verquadrateln jeder neu angelegten Fläche muss mal ein Ende haben! Es ist ein absoluter Widerspruch zur vorherrschenden Architektur und wirkt sich bestimmt nicht positiv auf die Gesellschaft aus.
Beispiel Hofgartenplatz: Dieser an sich potentialsreiche Ortskernplatz ist zur Hauptstraße hin dermaßen platt und rücksichtslos gerade angelegt, dass wir uns beleidigt fühlen dürfen. Noch nicht mal an eine Linde mit Bänken wurde dort gedacht. Solche Planungen sind in gewachsenen Ortskernen deplatziert und gehören abgelehnt und verboten.

Ich wünsche mir, dass gemeinschaftliches Wohnen künftig gefördert wird. Wiesbaden tut sich noch schwer mit solchen Projekten. Wenn sich Menschen ab 50 plus zusammen tun, um gemeinschaftlich zu wohnen, ist das für alle Beteiligten eine tolle Sache. Hier sollte die Politik umdenken, in dem sie in Neubaugebieten für Wohnprojekte entsprechende Häuser plant.

Der städtische Wohnbau für einfache/normal Verdiener. Es sollen keine schicki-micki Wohnungen sein. Einfach nur Wohnraum, der bezahlbar ist.

... benötigt bezahlbaren und barrierefreien Wohnraum durch bessere Integration von gefördertem und freiem Wohnungsmarkt, einen günstigeren und besser ausgebauten ÖPNV mit freiem PuR, eine bessere Bewahrung des natürlichen grünen Vermögens (Wälder, Parks), verbesserte Sozialarbeit mit Investition in Förderung von Bildungsprojekten.

Weniger "Leuchturmprojekte" (Stadtmuseum, Taunuskamm, Ball des Sports).

Dem Entwicklungsziel "landschaftliche Potenziale, wie z.B. Bachtäler oder Kulturlandschaften, renaturieren, erhalten und entwickeln insbesondere Flussufer, Auen, Streuobstwiesen erhalten + entwickeln, Vielfältige Lebensräume für Tiere und Pflanzen (Artenvielfalt) fördern und schützen..." wird aktiv entgegengewirkt, durch intensive Bewirtschaftung des Stadtwalds mit hohem Holzeinschlag mit Verdichtung der Waldböden durch Rückmaschinen. Hier wir Rückzugsraum für Tiere beschädigt, Erholungsgebiete beeinträchtigt und die Gefahr von Sturmschäden befördert.

Stärkung der Eingenverantwortung vor Ort:
- Aufbau und Förderung von Gemeinchaftsmaßnahmen vor Ort: Bürger übernehmen Verantwortung in Ihren Kiezen/Stadtteilen, z.B. Urban Gardening-Maßnahmen, Schenkinitiativen.
- Stärkung von Vereinen und Verbänden, die viel stärker integriert werden müssen
- Soziales Lernen / Lernpatenschaften ausbauen, um alle mitzunehmen
- Mehrgenerationswohnen fördern -> Teilen statt sozial verarmen
Hierzu notwendig: Maximale Transparenz aller Iniativen, z.B. heute schon: nebenan.de,mysocialcity.de,...
- Integration durch Inklusion: Übernahme von Patenschaften, "Learningjourneys - was funktioniert schon bei anderen"

Dem stimme ich zu. Kleine Einheiten, die Kieze, Quartiere in sich stärken und untereinander vernetzen.

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